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Innovative Ausbildung in der Cloud

Aug 24 2011

Die Forschungsgruppe » Future Communication nützt als eine von nur vier Universitäten weltweit (Princeton University (USA), Boston University (USA), Loughborough University (GB)) eine sogenannte Cloud-Computing-Umgebung zur Ausbildung von InformatikstudentInnen. Die genutzte Cloud-Technologie wurde auf dem Ausbildungsworkshop der Sigcomm 2011 (weltweit bedeutendste Konferenz für Kommunikationsnetze) vorgestellt.

Cloud-Computing ist ein Abstraktionskonzept für Computer- und Kommunikationsinfrastruktur, d.h. für Rechner und Kommunikationsgeräte, das es BenutzerInnen ermöglicht die Infrastruktur unabhängig vom physikalischen Ort der Geräte und der NutzerInnen zu verwenden. Aus Sicht der BenutzerInnen sind die physischen Eigenschaften der Infrastruktur zwar intransparent gekapselt, befinden sich also förmlich in einer „Wolke“ (engl. „cloud“), die Dienste sind aber ständig verfügbar.

„Die Cloud stellt uns eine Router-Matrix zur Verfügung“, sagt Kurt Tutschku, bis Ende Februar 2013 Stiftungsprofessor für Future Communication der A1 Telekom Austria AG an der Universität Wien und Leiter der Forschungsgruppe Future Communication. „Dieses System ist bislang nur in den USA vorhanden. Es wird von der Firma Juniper betrieben, die uns auch den Zugang bereitstellt und mit der wir eine Forschungskooperation unterhalten. Juniper ist einer der größten Hersteller von Routern“, so Tutschku weiter. „Router sind,“ führt der Forschungsgruppenleiter weiter aus, “die Kernelemente des Internets. Sie leiten die einzelnen Datenpakete mit den Informationen weiter, bis sie ihr Ziel erreichen. Die Ausbildung von Studierenden an modernen Routern ist ein wichtiger Bestandteil der Vorlesung „Netzwerktechnologien“ die von meinem » Team und mir im zweiten Semester angeboten wird. In der Vorlesung erlernen die Studenten die Grundkonzepte und die Mechanismen von Kommunikationsnetzen. Die Schwierigkeiten im Vermitteln des Stoffes sind, dass die Mechanismen schnell veralten, eine praktische Ausbildung jedoch notwendig ist, neue Geräte aber teuer sind. Durch die Nutzung der Router aus der Cloud können wir den Studierenden Zugriff auf aktuellste Technologie geben wie sie von Herstellern angeboten und in kommerziellen Netzen eingesetzt wird. Die Nutzung der Cloud hält die Studierenden auf dem aktuellen Stand der Technik.“

Ein zweiter Innovationsaspekt ist für Kurt Tutschku auch die Kooperation mit der Industrie: „Die Kooperation mit Firmen ist ein besonderes Anliegen der Stiftungsprofessur. Durch die Kooperationen können wir die Studierenden frühzeitig an ihre späteren Aufgaben im Berufsleben heranführen. Eine solche Zusammenarbeit kann in idealerweise nur in einer Stiftungsprofessur durchgeführt werden, wie sie die Universität Wien besitzt.“

Links
» SIGCOMM 2011
» Juniper

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